Marke: Pallas
Baujahr: 40er Jahre
Aussend. 34 mm
o.Krone:
Kaliber: Landeron 48
Gehäuse: verchromt
Zifferblatt: schwarz


Marke: Eresco
Baujahr: 40er Jahre
Aussend. 34 mm
o.Krone:
Kaliber: Landeron 48
Gehäuse: vergoldet
Zifferblatt: schwarz / kupfer


Marke: Chronographe Fleur
Baujahr: ca. 1950
Aussend.
o.Krone: 35,5 mm
Kaliber: Landeron 48
Gehäuse: vergoldet
Zifferblatt: Creme

Marke: Chronographe Suisse
Baujahr: 40er Jahre
Aussend.
o.Krone: 34 mm
Kaliber: Landeron 48
Gehäuse: vergoldet
Zifferblatt: kupfer

Marke: Pierce
Baujahr: ca. 1950
Aussend. 37 mm
o.Krone
Kaliber: Pierce
Gehäuse: verchromt
Zifferblatt: silber

Marke: Britix
Baujahr: ca. 1955
Aussend. 38 mm
o.Krone
Kaliber: Landeron
Gehäuse: vergoldet
Zifferblatt: Creme




Marke: BWC
Baujahr: ca. 1955
Aussend.
o.Krone: 35,5 mm
Kaliber: Landeron 51
Gehäuse: vergoldet
Zifferblatt: Creme

 

Antike Chronographen restaurieren

Ich restauriere Chronographen aus der Zeit 1900 - 1970

Zu meinem Leistungsumfang zählen folgende Arbeiten:

- Zifferblatt reinigen und auffrischen
- Ziffern mit neuer Farbe belegen
- Zeiger auffrischen und mit neuer Farbe belegen
- Gläser auswechseln
- Gehäuse reinigen und polieren
- Gang neu einstellen
- Lagerstellen des Kalibers mit frischem Öl versorgen
- Armbänder wechseln

Senden Sie mir ein Foto Ihres unrestaurierten Chronogrphen per e-mail zu!
Ich berate Sie gern und führe kostengünstige Restaurationen durch.

In der Regel läßt sich ein unrestaurierter Chronograph in 2 - 3 Arbeitsstunden
komplett restaurieren, vorausgesetzt das Werk ist in Ordnung.

Vielfach sind alte Chronographen, die über Jahre getragen wurden, in keinem
akzeptablen Zustand mehr. Dann ist eine Restauration sinnvoll, um den Wert
der Uhr zu erhalten und um sie wieder in einen ansprechenden Zustand zu
versetzen. So eine restaurierte Uhr wird gerne wieder getragen.

Antike Chronographen im Stil des "Art Deco" zählen heute zu gefragten
Sammlerobjekten. Selbst nach 70 Jahren versieht beispielsweise das in
Chronographen häufig eingebaute Kaliber "Landeron 48" bei entsprechender
Wartung seine Dienste in der Regel einwandfrei, d.h. alltagstauglicher Gang.

Eine Besonderheit dieses Kalibers ist, daß selbst bei voll aufgezogener
Zugfeder das Werk nach Demontage aller Zeiger stehenbleibt - damit der
Uhrmacher in Ruhe daran arbeiten kann.

Die Chronographen dieser Zeit waren sehr servicefreundlich konstruiert.
Das äußert sich z.B. darin, daß das Glas und der Lünettenring sehr einfach
mittels eines Uhrmachermessers geöffnet werden können. Schon hat man
Zugang zu Glas, Zeigern und Ziffern.
Ebenso einfach läßt sich der Rückdeckel öffnen, der auch nur aufgepresst ist,
und an einer kleinen Stelle eine Aussparung zum Öffnen aufweist.
Jetzt hat man "Zugang" zum Uhrwerk, um es z.B. zu warten.

Sicherlich sind diese Uhren nicht wasserdicht, daß ist aber auch für den
täglichen Gebrauch normalerweise völlig unwichtig, ausreichend ist ja,
daß sie zumindest staubdicht sind. Die Plexi-Gläser dieser Uhren sind
auch nicht kratzfest; bei sorgfältigem Umgang mit der Uhr
verkratzen die Gläser auch erst nach Jahren.

Der wahre Uhrenliebhaber zieht seinen antiken Chronographen morgens vor
Dienstbeginn mit Begeisterung und Hingabe auf, weiß er doch, daß
er etwas Besonderes am Handgelenk trägt, und daß er an diesem Arbeitstag
mit seiner alten Uhr einer von Wenigen ist, die es auch so halten.

Es ist Bewunderung, Wertschätzung und Respekt vor diesen
seinerzeit in Perfektion hergestellten Chronographen, welche heute leider
in dieser Form nicht mehr produziert werden.

Stattdessen ist man seit einigen Jahren dazu übergegangen, wasserdichte
Automatik-Chronographen mit simplen Uhrwerken in schwere, massive
und riesengrosse Metallgehäuse mit gehärtetem Glas einzubauen.
Wollen alle Kunden so etwas haben?
Aber nur ein Bruchteil der Träger geht damit auch tauchen, viele andere wollen
mit der 300 Meter Wasserdichtheit prahlen und bezahlen gerne für die hohe Wasserresistenz.

Diese modernen Chronographen haben, so sehr sie auch trendy sind,
einen Nachteil: Sie wirken häufig kitschig oder billig, im Vergleich zu antiken
Originalen; nicht zuletzt, weil deren Gehäuse in hohen Stückzahlen
ohne die Spur von Handarbeit von den Produktionsautomaten ausgestossen
werden. Ganz zu schweigen von den futuristischen Zifferblattgestaltungen,
die eben auch nicht jedem gefallen.

Die am Markt befindlichen Retro-Design Uhren werden keineswegs konsequent
nach alten Verfahren produziert, weder vom Gehäuse her, noch vom Kaliber.
(Es existieren im hochpreisigen Segment allerdings einige Ausnahmen,
wie z.B. die "Reverso" von Jaeger-LeCoultre oder die "Tank" von Cartier).

(Mit den Retro-Look Autos und Motorrädern verhält es sich übrigens ganz ähnlich!)

Wünschenswert wäre für den interessierten Sammlerkreis und andere Kunden
die Produktion einiger ausgesuchter, originalgetreuer Chronographen im Art-Deco Stil der
40er Jahre zu fairen Preisen; bis auf die Gehäusegröße, die man von den damals
üblichen Größen 33 - 35 mm auf die heutigen tragbaren Größen von 38 - 42 mm vergrössern sollte.
(Aussendurchmesser der Uhr ohne Krone gemessen).
Bisher hat noch kein Uhrenhersteller oder Uhrmacher diese Idee konsequent umgesetzt
(insbesondere meine ich die Zifferblatt- und Gehäusegestaltung),
obwohl sich hier mit Sicherheit ein nicht unerheblicher Absatzmarkt erschliessen würde.
Solche Chronographen im Neuzustand wären sicher der Wirklichkeit gewordene "Traum" eines jeden
Chronographensammlers. Aber es gibt eben nicht genau das am Markt zu kaufen, was
sich ein stilvoller und auch finanzkräftiger Käuferkreis gerne wünscht.

Liebe Entscheider in der gehobenen Uhrenindustrie, ich hoffe, ich konnte Euch mit meinen
Ausführungen einen Denkanstoß geben für Euer zukünftiges Produktionsprogramm?

Würde ich über die notwendigen Mittel und die notwendige Zeit verfügen, Ihr könnt sicher
sein, ich würde genau solche Chronographen in der neuen Größe 40 mm in kleinen Stückzahlen
mit Zifferblättern, Zeigern, Gläsern und Gehäusen konsequent und kompromißlos
nach alten Produktionsverfahren und im alten vorbildlichen Stil wieder neu auflegen.
Warten wir ab, ob wir solche Uhren in Zukunft kaufen können werden? Die Zeit dafür ist
jedenfalls reif.