Uhrenvisionen

Gibt es noch wirklich neue Uhrensysteme, die sich von allen anderen Systemen unterscheiden? Oder ist schon alles Machbare erfunden und realisiert worden?
Ja, es gibt noch vollkommen neue Uhren, ich stelle Sie Ihnen im Folgenden gerne vor:

 




Fadenkreuzruhr
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Fadenkreuzuhr

1. Vorwort
2. Was kennzeichnet diese neue Uhr?
3. Wie funktioniert diese Uhr?
4. Warum wirkt diese Uhr interessant und ausgefallen?
5. Wie ist das Design dieser Uhr gestaltet?
6. Worin bestehen die Nachteile gegenüber einer konventionellen analogen Uhr?
7. Wird es diese Uhr auch als Armbanduhr geben?


1. Vorwort

Endlich mal eine Uhr für Mathematiker, Querdenker und Schachspieler! Endlich findet die quadratische Anordnung von Ziffern auch ihre Entsprechung bei der Anordnung und Bewegung der Zeiger einer Uhr.

2. Was kennzeichnet diese neue Uhr?
2.1 Die Stunden- und Minutenzeiger sind auf verschiebbaren Zeigerbewegungs-Vorrichtungen befestigt.
2.2 Die Zeiger bewegen sich linear voran, und nicht rotierend, wie bei konventionellen analogen Uhren.
2.3 Die Stunden- und Minutenzeiger sind im 90° Winkel zueinander angeordnet.
2.4 Das quadratische Zifferblatt ist jeweils an seinen Randflächen mit Ziffern versehen.
2.5 Am anderen Ende des Zifferblatts erfolgt für beide Zeiger jeweils eine Bewegungsrichtungs-Umkehrung des Zeigers.
2.6 Im Schnittpunkt von Stunden- und Minutenzeiger ergibt sich ein Fadenkreuz, daher der Name "Fadenkreuzuhr"
2.7 Es existieren zwei Leuchtdioden, eine grüne für den "Tagmodus" und eine blaue für den "Nachtmodus".

3. Wie funktioniert diese Uhr?
Der Antrieb dieser Uhr besteht aus 2 unabhängig voneinander gesteuerten Schrittmotoren, die per Netzteil mit Strom versorgt werden. Diese Schrittmotoren betreiben die sich linear verschiebenden Zeiger. Die Wellen der beiden Schrittmotoren sind jeweils mit einem Gewinde versehen, um das Zugseil exakt zu führen, welches den Zeigerträger bewegt. Der Zeigerträger besteht aus einem Aluminiumblock, der über 2 gefettete Stahlführungsstangen per Seilantrieb an den Zifferblattseiten entlang bewegt wird. Am anderen Ende ist eine Miniaturseilwinde zur genauen Führung vorhanden. Jeweils einmal pro Minute bewegt der Minuten-Schrittmotor den Zeiger millimetergenau voran. Das gleiche gilt für den Stunden-Schrittmotor. Die Zeigerbewegungsrichtung ändert sich für beide Zeiger nach exakt festgelegten Zyklen; in unserem Fall sind es 12 Stunden beim Stundenzeiger und 30 Minuten beim Minutenzeiger. Die Ableserichtung der Stundenziffern wechselt von der oberen zur unteren Seite des Zifferblatts von rechts nach links. Die Ableserichtung der Minutenziffern wechselt von der linken zur rechten Seite des Zifferblatts von
"aufwärts" zu "abwärts". Die Zeiger verschieben sich parallel zu den Seitenflächen des Zifferblatts.
Die Stunden werden durch einen Zeiger abgelesen, der sich im ersten Zyklus von links nach rechts bewegt, die Zeit wird hierbei auf der oberen Stundenskala abgelesen. Nach Ende des ersten Zyklus erfolgt eine Bewegungsrichtungsumkehrung beim Stundenzeiger, dieser Zeiger bewegt sich also jetzt von rechts
nach links. Die nachfolgenden Stunden werden jetzt auf der unteren Stundenskala abgelesen. Bei der Minutenanzeige wird nach dem gleichen Prinzip verfahren, nur mit einem kürzeren Zyklus, also schnellerer Zeigerbewegungs-Geschwindigkeit. Die Minuten werden also mit einem Zeiger angezeigt, der sich im ersten Zyklus von oben nach unten bewegt. Nach Ende dieses Zeitabschnittes erfolgt auch hier
Eine Bewegungsrichtungsänderung. Der Minutenzeiger bewegt sich jetzt von unten nach oben. Nach Ausschalten und späterem erneutem Wiedereinschalten der Uhr fahren beide Schrittmotoren auf Nullstellung" zurück, danach stellt sich die genaue Zeit automatisch ein, denn die Uhr ist mit einer batteriebetriebenen "real time clock" ausgestattet, die stets mitläuft. Man kann die Zeit jedoch auch manuell einstellen über 2 Tastschalter an der rechten Seite des Uhrengehäuses.

4. Warum wirkt diese Uhr interessant und ausgefallen?
Es existieren zwar schon einige Uhren, die lineare Zeitanzeigen aufweisen, aber keine stellt den Zeitablauf so konsequent in quadratischer Form durch das Kreuzen zweier Zeiger dar. Während wir bei herkömmlichen Uhren die Zeit über die Anordnung der Kreissegmente ablesen, lesen wir sie bei der Fadenkreuzuhr über die Anordnung der 4 sichtbaren Rechtecke ab. Das kann allerdings nur der geübte Uhrenbenutzer, der sich die Anordnung der Ziffern eingeprägt hat. Am Anfang muss man die Stunden genau auf der Skala ablesen, ebenso die Minuten. Später hingegen beobachtet man nur noch die sich auf dem Zifferblatt abzeichnenden Rechtecke. Das Zeit-Koordinatensystem der Fadenkreuzuhr ist im Prinzip nur die konsequente, mathematische Umsetzung einer Zeitdarstellung in quadratischer Form.

5. Wie ist das Design dieser Uhr gestaltet?
Das Design dieser Uhr ist schlicht und sachlich gehalten. Die Formen sind an der Funktion der Uhr orientiert, d.h. die Ablesbarkeit ist klar und übersichtlich strukturiert. Die Ziffern sind symmetrisch angeordnet. Auch die Zeiger haben eine schnörkellose, gerade Form. Mein Ziel war es, ein neuartiges Zeitmessgerät zu bauen und dieser Messgeräte-Charakter sollte auch durch das funktionelle, nüchterne Design zum Ausdruck kommen. Weil es bei der Fadenkreuzuhr um exakte Zeitablesung geht, liegt es nahe, den Ziffern, Zeigern und Indices ein sehr klares Design zu geben. Der Aufbau der oberen Stundenskala ist so gewählt, dass die erste Hälfte des Tages dort abgebildet ist, vom Morgen (06:00 Uhr) über Mittag (12:00 Uhr) bis zum Abend (18:00 Uhr). Die untere Stundenskala zeigt dann entsprechend die Zeit der zweiten Tageshälfte an, vom Abend (18:00 Uhr) über Mitternacht (00:00 Uhr) bis zum Morgen
(06:00 Uhr). Die Zeit wird quasi als fortlaufende Linie angezeigt. Als Ablesehilfe ist für die erste Tageshälfte oben rechts eine grüne Leuchtdiode angebracht und für die zweite Tageshälfte unten rechts eine blaue Leuchtdiode montiert. Diese Leuchtdioden zeigen alle 12 Stunden wechselndes Licht und
sind jedoch zur zweifelsfreien Zeitablesung notwendig.
Die rechte Minutenskala zeigt uns die ersten 30 Minuten einer Stunde in absteigender Ziffernfolge an, während uns die linke Minutenskala die zweiten 30 Minuten dieser Stunde in aufsteigender Ziffernfolge anzeigt.

Die Abmessungen der Uhr sind wie folgt: L X B X H : 31 X 31 X 9,7 cm
Gewicht: 5,0 kg
Netzteil: 230 V / 12 V


6. Welche Nachteile bestehen gegenüber einer konventionellen analogen Uhr?

Zum einen benötigt diese Uhr mehr Fläche zum Ablesen der Zeit und zum anderen muss man schon etwas genauer hinschauen, denn es existieren 4 mögliche Ablesepunkte bei der Fadenkreuzuhr gegenüber 2 Ablesepunkten bei der herkömmlichen, analogen Uhr. (Bei Stunden- und Minutenanzeige).
Dadurch benötigt man auch geringfügig längere Zeit zum Ablesen der Uhr. Ein weiterer Nachteil ist, dass diese Uhr mehr Energie benötigt, wegen der linearen Zeigerbewegung von zwei Zeigern.
In unserem Fall wird die Uhr mit einem Netzteil bzw. Akku betrieben. Mit einer oder auch mehreren Batterien könnte man diese elektromechanische Großuhr wegen der benötigten Energie nicht lange betreiben. Würde man sie als mechanische Uhr bauen, bräuchte man zweifellos ein sehr
starkes Federhaus oder ein Doppelfederhaus.

7. Wird es diese Uhr auch als Armbanduhr Uhr geben?
Beim Bau dieser Uhr als Großuhr kann man wenigstens zum Teil auf vorhandene Komponenten zurückgreifen, so dass sich die Kosten der Produktion in Grenzen halten. Miniaturisierung von größeren Produkten ist immer auch kostenintensiv. Das Energieproblem ist bei der Fadenkreuzuhr als Armbanduhr das größte zu lösende Problem. Ob es diese Uhr in Zukunft als Armbanduhr geben wird, sei es als mechanische Uhr oder als elektromechanische Uhr, hängt davon ab, ob sich genügend Interessenten und Käufer für diese einzigartige Uhr finden werden, damit eine kostendeckende Produktion ermöglicht wird. Ob diese Uhr zum Trend wird und eine Chance im Markt hat, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht einschätzen. Ich würde es natürlich sehr begrüßen, wenn diese Uhr eines Tages als Armbanduhr rhältlich wäre, denn vergleichbare andere Armbanduhrensysteme mit neuartigen Anzeigen funktionieren in der Regel entweder mit einer LCD Anzeige oder aber mit Leuchtdioden, jedoch nicht mit Zeigern. Stunden- und Minutenzeiger sind aber meiner Meinung nach unabdingbarer Bestandteil einer hochwertigen, klassischen Uhr. Daher wäre natürlich die bestmögliche Lösung die Realisierung der "Fadenkreuzuhr" als mechanische, quadratische Armbanduhr mit Stundenzeiger, Minutenzeiger und wechselnden Anzeigen für Tag/Nachtmodus.

Diese Uhr wurde gemeinsam von Marcus Simic aus Essen und dem Dipl.-Ing. Klaus Kassal aus Wien entwickelt.


Doppelzylinderuhr
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Doppelzylinderuhr
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2. Doppelzylinderuhr DE20207893U

Die Doppelzylinderuhr hat ein sehr klassisches Aussehen, wurde aber in dieser Form
niemals gebaut.

Kurzbeschreibung:
Zwei getrennte Zylinder mit helixförmig aufgedruckten Ziffern rotieren jeweils um eine
Markierungslinie und ersetzen dadurch Stunden- und Minutenzeiger. (Die Zeit wird quasi von unten nach oben geschraubt). Der linke Ziffernzylinder ist mit Stundenziffern versehen, die von links unten nach rechts oben aufsteigen. Der rechte Ziffernzylinder ist mit Minutenziffern versehen, die ebenfalls von links unten nach rechts oben aufsteigen. Vor jeden Zylinder wird jeweils mittig ein feiner Markierungsdraht gespannt, mit dessen Hilfe die Zeit abgelesen werden kann, links die Stunden, rechts die Minuten.

Wie wird diese Uhr gebaut?
Man sollte Sie als Tischuhr ausführen. Dazu benötigt man auf jeden Fall ein kräftiges
Federzugwerk, da die beiden Zylinder ein größeres Gewicht aufweisen, als wesentlich
leichtere Zeiger. Das Zeigerwerk eines Uhrwerks muss modifiziert werden, d.h. das
Minutenrad kommt auf die gegenüberliegende Seite. Die Größe der 3 Zahnräder dieses
Zeigerwerks bestimmen den Achsabstand der beiden Zylinder. Im Prinzip werden die
Zeigerwellen, die bei normalen Uhren die Zeiger tragen, einfach stark verlängert und
gelagert, und außerdem durch leichte Hohlzylinder aus Blech ergänzt.
Es empfiehlt sich, Zahnräder eines großen Zeigerwerks zu verwenden, wie zum
Beispiel bei großen Comtoise-Zeigerwerken üblich. Damit lässt sich ohne weiteres
ein Zylinderdurchmesser von etwa 70 mm erzielen. Am Besten eignet sich ein starkes Federzugwerk mit rückseitigem Aufzug, dann kann man die Uhr leicht von Ihrer Unterseite verstellen durch Verdrehen des Minutenzylinders per Stellwelle. Am Einfachsten wäre eine Ausführung mit Unruhegangregler, denkbar wäre aber auch eine Ausführung mit Pendel-Gangregler, hierbei muss man jedoch ein Zahnrad in 90 Grad Stellung oder ein Kegelzahnrad einfügen, damit die Zylinder nicht einfach horizontal positioniert sind, sondern in vertikaler Position erscheinen. Als Pendeluhr sollte man die Uhr entweder als Wanduhr oder als Standuhr ausführen, wegen der größeren Dimensionen.

Worin besteht der Reiz dieser Uhr?
Die Zeit wird bei dieser Doppelzylinderuhr in ihrem Ablauf als Anstieg dargestellt, was
recht ansprechend aussieht, außerdem kann man das komplette Uhrwerk als auch die
Zylinder mit einer Glaskuppel bauen, so daß die ganze Technik dieser Uhr zu bestaunen
ist. Für Liebhaber skeletierter Uhren eine sehr schöne Version einer klassischen mechanischen Uhr. Theoretisch könnte man diese Uhr auch als Synchronuhr bauen, was
aber optisch keineswegs so reizvoll ist.



Zahnriemenruhr
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3. Zahnriemenuhr DE20206965U

Die Zahnriemenuhr hat ein streng geordnetes, übersichtliches, schlichtes und
funktionelles Design.

Kurzbeschreibung:
Getrennte Stunden- und Minutenzeiger sind jeweils auf einem Zahnriemen befestigt und
bewegen sich endlos am Rand des Zifferblattes linear voran. Jeder Zahnriemen ist mit
jeweils 3 kurzen Zeigern versehen, wovon immer nur einer auf der oberen Seite zu sehen
ist, damit sich dieses Endlosband-Prinzip verwirklichen läßt.

Wie wird die Uhrzeit abgelesen?
Die Stunden werden links abgelesen mit Hilfe des Stunden-Kurzzeigers, der sich an den
aufsteigenden Stundenziffern (Zeitstrahl) entlang bewegt. Die Minuten werden rechts
abgelesen, auf die gleiche Weise. Die Zeit wird in etwa wie bei einem Thermometer
abgelesen.

Wie wird diese Uhr gebaut?
Diese Uhr sollte als Tischuhr oder Wanduhr gebaut werden, mit Hilfe von einem oder
zweier Synchronmotoren, die die Endloszahnriemen antreiben, auf denen die drei
Uhrzeiger befestigt sind. Am Einfachsten ist es, Stunden und Minuten unabhängig
voneinander zu betreiben, und auch die Uhrzeit separat zu stellen, man kann das aber
auch durch eine entsprechende Übersetzung mit nur einem einzigen Synchronmotor
bewerkstelligen und die Uhr schließlich nur über den Minutenzahnriemen stellen.

Worin besteht der Reiz dieser Uhr?
Diese Uhr wirkt eher wie ein kleines Bauwerk, verfügt sozusagen über ein architektonisches Design und ist sehr zurückhaltend konzipiert. Sie ist für Freunde von außergewöhnlichen Zeitmessern entworfen worden.



Glaskörperuhr
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Glaskörperuhr
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4. Glaskörperuhr

Diese Uhr zeichnet sich durch ein besonders ansprechendes Design aus, sie besteht
nämlich fast ausschließlich aus einem riesigen Plexiglaskörper, an welches ein
Quarzuhrwerk angeflanscht ist. Die 12 Stunden-Indizes halten das obere und untere
Uhrglas quasi zusammen und als Abschluss dient ein runder Plexiglasring.
Die Stundenindizes bestehen aus Aluminium-Quadern und besitzen in der Mitte eine Nut,
die vom Minutenzeiger durchschritten wird. Dieses Design bietet eine sehr dreidimensionale Sichtweise auf die Uhrzeiger an.
Die Glaskörperuhr sieht sehr filigran und schlank aus und besitzt sehr symmetrische Proportionen. Sie läßt sich sowohl als Tischuhr als auch als Wanduhr ohne besonders
grossen Aufwand anfertigen.




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